Hier die Ergebnisse der schleswig-holsteinischen Schachteams, die oberhalb der Bezirke agieren…
Auf überregionaler Schachebene bahnen sich zwei herausragende Erfolge für die schleswig-holsteinischen Teams an. SG Turm Kiel I steht kurz vor dem Erstliga-Aufstieg. Die Türmer sind am letzten Spieltag kaum noch vom SK König Tegel I abfangbar, zu deutlich erscheint der derzeitige Vorsprung vor der Schlussrunde.
Eine Klasse tiefer, in der Nordstaffel der Oberliga Nord, zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: das Team Lübecker SV I kann zwar noch theoretisch von den Konkurrenten SF Schwerin I und SC Königsspringer Hamburg I abgefangen werden, haben es aber selbst in der Erfolgshand. Nur bei Misserfolg würden die Lübecker an dem Meisterschaftsgewinn und die damit berechtigte Zweitliga-Rückkehr gehindert werden. Ein schönes Ergebnis einer jahrelangen kontinuierlichen Lübecker Vereins- und Aufbauarbeit.
Trotz einer deutlichen Packung gegen Hamburger SK III wird man beim TSV Preetz nach dem personellen Umbruch mit dem erzielten Klassenerhalt auch nicht unzufrieden sein. Das Preetzer Schachteam spielt eine sorgenlose Saison in ruhigem Fahrwasser zu Ende.
Den Gang in die Landesliga Schleswig-Holstein wird nach einem Jahr Oberliga-Erfahrung hingegen leider das Schachteam SV Bargteheide I antreten müssen. Die Stormarner konnten ähnliche Situationen aber schon früher gut bewältigen und sie werden sich sicherlich irgendwann auch wieder in der Nordstaffel der Oberliga Nord zurückmelden können.
Wer aus dieser schleswig-holsteinischen Landesliga in die Oberliga durchstartet, dass ist derzeit noch ungewiss. Vor der Schlussrunde hat die Mannschaft von SG Turm Kiel II zwar die besten Aussichten, sie haben aber auch noch das schwierige Duell gegen Lübecker SV II zu bestehen. Daher kann sich auch SK Doppelbauer Kiel I noch berechtigte Hoffnungen auf einen erstmaligen Oberliga-Aufstieg machen. Nach unten hin ist in der Landesliga Schleswig-Holstein noch einiges denkbar, lediglich das Team SK Schwarzenbek I steht als vorzeitiger Absteiger in die Verbandsliga fest.
In der kommenden Saison wird sich die Landesliga Schleswig-Holstein wieder auf den ehemaligen Regional- und Oberligisten MTV Leck I freuen können. Die Nordfriesen sicherten sich mit einem Erfolg über das abstiegsbedrohte Team vom Itzehoer SV I die vorzeitige Verbandsliga-Meisterschaft in der Verbandsliga A. Die Teams Eckernförder SC I und Flensburger SK I, die sich zumindest zum Saisonbeginn auch Chancen auf den Landesliga-Aufstieg ausgerechnet hatten, werden in der kommenden Spielzeit 2018/19 einen weiteren Aufstiegsversuch unternehmen müssen. Äußerst erfreulich dürfte die Platzierung vor der Abschlussrunde für die beiden West-Vertreter SG Glückstadt I und SF Burg sein. Während die Elbstädter bereits die gesamte Saison für ihre Verhältnisse recht erfolgreich auftraten, haben die Dithmarscher einen schwierigen Saisonstart doch noch erfolgreich korrigieren können. Glanzstück der Burger Aufholjagd nun am vorletzten Spieltag mit dem Erfolg über Flensburger SK I. Diese erfolgsgekrönte Aufholjagd könnte auch für SC Wrist-Kellinghusen I zutreffen, die am vorletzten Spieltag in nominell guter Besetzung einen wichtigen Erfolg im Westduell gegen Glückstadt erkämpfen konnten. Größtes Sorgenkind im Westen ist derzeit vermutlich das Schachteam des Itzehoer SV I. Nach ansprechendem Saisonbeginn befindet sich das Team auf einer Durststrecke, die nun sogar in abstiegsbedrohte Bereiche führte. Im Abstiegskampf befinden sich auch die beiden Nord-Teams SV VHS Rendsburg I und Husumer SV I, die noch arg kämpfen müssen, damit sie ggf. der Mannschaft von Flensburger SK II nicht in die Bezirksliga Nord folgen müssen. Die Flensburger Reserve hat als Aufsteiger tapfer in der Verbandsliga mitgespielt und immerhin zwei Mannschaftspunkte erkämpft. Am Saisonende wird dann aber trotzdem der Abstieg als Tabellenletzter zu Buche stehen.
In der Verbandsliga B steht der Meister und Aufsteiger derweil noch nicht fest. Hier deutet es auf ein Fernduell zwischen Lübecker SV IV und TuRa Harksheide I hin. Während die kontinuierliche Aufbau-Arbeit der Harksheider einen entsprechenden Erfolgsweg vermuten ließ, kann man über die ebenfalls sehr positive Entwicklung beim Schachteam Lübecker SV IV doch etwas überrascht sein, nachdem die Vierte der Lübecker in den früheren Spielzeiten der Verbandsliga eher gegen den Abstieg kämpfte. Die Teams Kieler SG I und Möllner SV I spielen ebenso wie SK Doppelbauer Kiel II eine jeweils sorgenfreie Saison, während sich die Teams SG Turm Kiel III, Eutiner SV I, SF Bad Segeberg II und SV Holstein Quickborn I noch gegen weitere Abstiegsgefahren stemmen müssen, die es für SC Agon Neumünster II vermutlich nicht mehr zu bewältigen gilt. Das Reserveteam der Schwalestädter ist vor der Schlussrunde derzeit Tabellenletzter und kann mit einem Teamsieg über SF Bad Segeberg II bei einer gleichzeitigen Quickborner Niederlage maximal noch auf den vorletzten Tabellenrang vor rutschen. Ein Neubeginn auf Kieler Bezirksebene winkt für die Neumünsteraner Reserve also mehr als deutlich. Eine ähnlich schwierige Mission für den Klassenerhalt hat SV Holstein Quickborn I vor sich, die schon einen Erfolg über Turm III benötigen und gleichzeitig auf eine Niederlage der Bad Segeberger Reserve hoffen müssten. Dann würde es nach Brettpunkten noch für einen Rangtausch mit SF Bad Segeberg II reichen. Es bleibt also auch in der zweiten Verbandsliga-Staffel, zumindest in der Abstiegsfrage, genauso spannend…